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Die Geschichte der Peter-Pauls-Kirche

1230 Die Kirche entsteht zwischen 1219 und 1230 noch vor der Gründung des Klosters Grünhain. Sie gehört somit zu den ältesten Kirchen im Erzgebirge. Neben dem 1716 erbauten Pfarrhaus ist sie auch das älteste Bauwerk unseres Ortes. Der besondere Wert der Peter-Pauls-Kirche liegt in ihrer unverbauten Gestalt. Sie zeigt noch weitgehend das ursprüngliche Aussehen einfacher alter erzgebirgischer Dorfkirchen. In der katholischen Zeit dient die Kirche als Wallfahrtskirche. Sie ist den Aposteln Petrus und Paulus gewidmet.

1236 Das Grünhainer Kloster wird geweiht. Es tritt den Besitz über die ihm 1233 vom Meißner Burggrafen Meinherr II. geschenkten Dörfer, darunter auch Beierfeld an. Die Kirche kommt unter das Patronat des Klosterabtes.

1301 Die Kirche wird erstmals urkundlich erwähnt.

1522 Die Reformation gewinnt im Erzgebirge beim Volk schnell festen Boden. 16 Mönche verlassen das Grünhainer Kloster. 1536 wird es aufgelöst. Das Patronatsrecht über die Kirche geht vom Klosterabt auf den Kurfürsten über, der es durch den Grünhainer Amtmann ausüben läßt.

1607 Der durch die Reformation bedingte Aufschwung des kirchlichen Lebens und die immer mehr anwachsenden Bevölkerung erfordern eine Erweiterung der Kirche. Dabei wird das Gebäude nach Norden zu um reichlich ein Drittel erweitert. So erhält die Peter-Pauls-Kirche ihre heutige Gestalt, einschließlich des überdachten äußeren Emporenaufgangs an der Südseite, links vom Haupteingang, welcher erst Anfang des 20. Jahrhunderts (nach 1908) verschwunden ist. Der Sachsenfelder Gutsbesitzer, Hammerherr und Bergwerksbesitzer Nicol Klinger unterstützt durch die Gabe einer großen Geldsumme die Erweiterung der Kirche. Er stiftete für die Kirche 1609 auch den Altar. Seitdem ist die Kirche bis ins 19. Jahrhundert hinein Begräbnisstätte der Sachsenfelder Rittergutsbesitzer und deren Familienangehörige.

1608 Da die Erweiterung der Kirche fast einem Neubau entspricht, und auf Grund veränderter kirchlicher Verhältnisse (Reformation) wird die Kirche am 17. Oktober 1608 neu geweiht.

1650 Der Sachsenfelder Rittergutsbesitzer Obristlieutenant und Amtshauptmann der Ämter Grünhain und Schwarzenberg, Veit Dietrich Wagner kauft das Dorf Beierfeld erb- und eigentümlich vom Kurfürsten. Darin eingeschlossen ist auch das Patronatsrecht über die Peter-Pauls-Kirche. Seitdem hat bis ins 19. Jahrhundert hinein, der jeweilige Besitzer des Gutes Sachsenfeld die obere und niedere Gerichtsbarkeit über Sachsenfeld und Beierfeld sowie das Patronatsrecht über die Kirche.

1768 Für den Sachsenfelder Patronatsherren und seine Familienmitglieder erfolgt der Anbau des zweigeschossigen Patronatschores außen an der Südseite. Dieser Anbau nimmt im Erdgeschoß die Sakristei auf. Unter der Sakristei befindet sich eine Gruft. Sie ist bis Anfang des 19. Jahrhunderts die Begräbnisstätte einiger Sachsenfelder Guts- und Patronatsherren und deren Angehörige. Zu dieser Zeit gehören zum Pfarramt Beierfeld auch die Ortschaften Unter- und Obersachsenfeld, Neuwelt und Wildenau. Mit der steigenden Bevölkerungszahl in den Orten reichen die Sitzgelegenheiten in der kleinen Kirche nicht mehr aus. Deshalb erfolgen neben dem Anbau des Patronatschors im Jahr 1768 umfangreiche Umbauten im Inneren der Kirche. So wird die Nordempore angelegt und somit eine Verbindung zur Westempore ermöglicht. Im Zuge der Umgestaltung der Nordseite erfolgt eine Umsetzung der Kanzel über den Altar. Das dort hängende Kreuzigungsgemälde wird unter der Nordempore angebracht.

1861 Mit der Errichtung des Gerichtsamtes Schwarzenberg wird die Herrschaft der Gutsbesitzer von Sachsenfeld über Beierfeld beendet.

1898 Mit der Weihe der neuen Christuskirche geht die fast 300jährige Nutzung als Gotteshaus der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde zu Ende.

1908 Bis zur Errichtung einer neuen Begräbnishalle 1976 wird die Peter-Pauls-Kirche noch als Begräbniskirche genutzt.

1912 Mit dem Verkauf des Sachsenfelder Ritterguts durch Karl Wussing an die Stadt Schwarzenberg, übernimmt die Stadt Schwarzenberg auch das Patronatsrecht über die Peter-Pauls-Kirche.

1921 Die "alte Kirche" erhält wieder ihren alten Namen "Peter-Pauls-Kirche". Mit der Erweiterung der Kirche und der Weihe am 17. Oktober 1608 hatte man ihr diesen Namen aberkannt.

1936 Die Stadt Schwarzenberg gibt das Patronatsrecht über die Kirche durch freiwilligen Verzicht auf. Damit erlischt dieses alte 286 Jahre hindurch von dem jeweiligen Besitzer des Gutes Sachsenfeld ausgeübte Recht. Seit dieser Zeit ist die Kirche zunehmend dem Verfall preisgegeben.

1994 Der am 4. Februar gegründete "Kulturhistorische Förderverein Beierfeld e.V." hat sich die Aufgabe gestellt, dem weiteren Verfall Einhalt zu gebieten.

2000 Im Dezember unterzeichnen Pfarrer Andreas Richter für die ev.-luth. Kirchgemeinde und Bürgermeister Joachim Rudler für die politische Gemeinde einen Erbbaurechtsvertrag für 100 Jahre. Mit der Unterzeichnung und der damit einher gehenden Übernahme der Kirche von der Kirchgemeinde in die Hände der politischen Gemeinde hat man den Auftrag an künftige Generationen erteilt, gemeinsam Verantwortung für das Bauwerk zu tragen.


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Stadt Grünhain-Beierfeld
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