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Das bisherige Wirken zur Rettung der Peter-Pauls-Kirche

CHRONIK 1994-1995

Der bereits in ursprünglicher Form erhaltene reichhaltige Bestand an Kulturgut aus den vergangenen Jahrhunderten im Inneren der Peter-Pauls-Kirche: wie die Emporenbilder, die Orgel, die Logen mit ihren Kartuschen und anders mehr, haben, seitdem die Kirche 1975 nicht mehr genutzt wurde, viel Schaden genommen.

Einige sehr wertvolle Gegenstände vom ursprünglichen Inventar der Peter-Pauls-Kirche wie die alte Ritterrüstung: Helm, Degen mit Scheide, eiserne Handschuhe, Sporen und Lanze, ein Taufengel von 1736, acht ovale aus Messing getriebene Sargschilde aus dem 17. Jahrhundert und eine geschnitzte Christusfigur von 1609 mit dem Relief "Auferstehung", sind verschwunden.


Die nicht mehr vorhandene Sargschilde aus dem 17. Jahrhundert
 

Die Orgel wurde ausgeplündert, nicht eine einzige Metallpfeife ist mehr vorhanden, die Tasten sind zerbrochen, in den wenigen noch vorhandenen Holzpfeifen sind Holzwürmer bei der Arbeit. Die Windladen, Bälge sowie das einstmals prächtige Gehäuse sind durch eindringendes Regenwasser größtenteils zerstört. Selbst einige der Holztafeln mit den aufgemalten Pfeifen sind schon herausgefallen. Nur die Registerzüge sowie die Spiel- und Registermechanik sind noch weitgehend erhalten. Wäre die ganze Orgel erhalten geblieben, würde sie heute die älteste im gesamten Westerzgebirge sein. Wann diese schöne Orgel das letzte Mal zum Lobe Gottes erklang, kann niemand mehr sagen. Und wann sie wieder einmal in alter Schönheit erklingen wird, stand vor 1994 in den Sternen.

Diese Schätze der Kirche und die Kirche selbst bedurften schnell und dringend die geübte Hand des Restaurators, der sie vor weiteren Verlusten bewahren und der Nachwelt zu erhalten vermag.


Die Peter-Pauls-Kirche im Jahr 1993 (Foto Riebel)
 

Deshalb gründete sich am 4. Februar 1994 der Kulturhistorische Förderverein Beierfeld e.V.. Während zur Gründungsversammlung 29 Mitglieder die Satzung des Vereins und eine Urkunde unterschrieben, wuchs die Mitgliederzahl bis zum Jahr 2009 auf 88 Personen (Stand 01.05.2009).

Zur Gründungsversammlung wurden gewählt zum:

1. Vorsitzenden: Bürgermeister Joachim Rudler
2. Vorsitzenden: Pfarrer Andreas Richter
Geschäftsführer: Joachim Seltmann
Schatzmeister: Ute Veith
Schriftführer: Christel Georgi

Der Verein hat sich, gemeinsam mit der politischen Gemeinde und der Kirchgemeinde die Aufgabe gestellt, dem weiteren Verfall der Peter-Pauls-Kirche Einhalt zu gebieten. Die Kirche soll in erster Linie als Denkmal erhalten und als Konzert- und Ausstellungsraum zu einem kulturellen Anziehungspunkt der Stadt Grünhain-Beierfeld werden.

Die schrittweise Sanierung der Kirche begann im Jahre 1994 zunächst mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten im Kircheninnenraum unter Leitung der Bauprojektierung "Glück-Auf" GmbH Schneeberg. Anschließend wurden die noch vorhandenen Kunstgüter zusammengetragen und in Kartons verpackt. Alle Kunstgegenstände wurden fotografisch dokumentiert, einzeln numeriert und in eine Bestandsliste aufgenommen.

Zur Finanzierung der Sanierungsarbeiten fand am 24.09.1994 das erste Benefizkonzert in der Peter-Pauls-Kirche statt. Für das Konzert konnte das Collegium musicum Schwarzenberg, Mitglieder des Musikschulorchesters und der Beierfelder Kirchenchor unter Leitung des KMD Rolf Rademann gewonnen werden.

Die 270 Besucher des Konzerts waren begeistert und froh nach langer Zeit wieder einmal in ihrer "Alten Kirche" weilen zu können. Viele Besucher mussten das Konzert im Stehen genießen. Das dabei erzielte Spendenergebnis von 3.000 DM bildete einen ersten Grundstock für die Sanierung der Kirche.


Das 1. Benefizkonzert zum Erhalt der Peter-Pauls-Kirche 1994
 

Mit Hilfe von Zimmermeister Günter Wiedrich wurde im November 1994 mit der Erneuerung der Dachhaut an der Südseite begonnen, wobei ein großes Stück Dachhaut im Winter 1994/95 offenbleiben muß.

Im gleichen Jahr stellte das Landratsamt einen Förderbetrag in Höhe von 32.000 DM zur Verfügung und die Kreissparkasse Aue/Schwarzenberg führte anläßlich der Eröffnung des neuen Beierfelder Sparkassengebäudes ein historisches Schauprägen von Münzen mit dem Motiv der Peter-Pauls-Kirche durch. Der Verkaufserlös der Münzen kam der Kirche zugute.

In der Adventszeit spielten der Kirchenchor Beierfeld und Kräfte des Collegium musicum am 10.12.1994 eine "Weihnachtliche Chormusik". Die Kollekte von 776 DM kam ebenfalls der Kirche zugute.

Die seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr benutzte massive Feldsteintreppe an der linken Nordwand als Außenaufgang zur Orgelempore wurde 1995 bei Arbeiten zur Trockenlegung der Kirche abgetragen. Als Zugang zur Orgelempore war im 18. Jahrhundert ( wahrscheinlich bei der Vergrößerung der Orgelempore 1768) ein Fenster als Zugang umfunktioniert worden.


Abriss des alten Außenaufganges zur Orgelempore (Foto Riebel)
 

Die seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr benutzte massive Feldsteintreppe an der linken Nordwand als Außenaufgang zur Orgelempore wurde 1995 bei Arbeiten zur Trockenlegung der Kirche abgetragen.

Als Zugang zur Orgelempore war im 18. Jahrhundert ( wahrscheinlich bei der Vergrößerung der Orgelempore 1768) ein Fenster als Zugang umfunktioniert worden.

Am 17.06.1995 gab der Posaunenchor in der Peter-Pauls-Kirche ein weiteres Benefizkonzert, an dem 30 Personen teilnahmen. Im Rahmen der Konzertreihe "Barockmusik an der Silberstraße", die von Kammermusikdirektor (KMD) Rolf Rademann initiiert wurde, gaben Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle am 06.07.1995 in der Peter-Pauls-Kirche ein Konzert, dass auch im Regionalfernsehen aufgezeichnet wurde. Mit 300 Besuchern war der alte ehrwürdige Kirchenraum prall gefüllt. Dieser seltene musikalischen Höhepunkt erbrachte durch den Eintrittskartenverkauf 3.000 DM zur Sanierung der Kirche.


Arbeiten zur Trockenlegung (Foto Riebel)
 


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